Wie alles begann

 

Angpang
Angpang liegt auf zwei Hängen, von einem Wildbach getrennt. Es hat 84 Familien. Der Winkelbau ist die neue Schule. Hier lernen 137 Kinder bis zur achten Klasse.

Im Himalaya helfen wir seit zehn Jahren  im kleinen Dorf Angpang. Es liegt hoch am Hang im Distrikt Solu-Khumbu. Sein „Bürgermeister“ Kul Dhoj ist unser Verbindungsmann, unermüdlich und verlässlich. Seine Ideen bringen das Dorf voran.
Zum Mount Everest sind es 60 Kilometer über Berg und Tal, rauf und runter. Wer zu Fuß zum Everest Basecamp möchte, kann praktisch in Angpang oder nebenan in der Kreisstadt Salleri starten. In fünf Tagen ist er dann in Namche Basar.

Anpang kam in diesen zehn Jahren gut voran. Die Schäden, die das Erdbeben von 2015 auslöste, sind dank vieler Spenden gut behoben. Deshalb unterstützen wir jetzt auch in den Dörfern Bagam, Maidane, Meranding und Patale – vor allem die Schulen dort und die Müttergruppen.

Thomas Knauber und Wolfgang Nierhoff

 

Unser Verein hat 37 Mitglieder. Vorsitzende sind Thomas Knauber (Redakteur, jetzt in Rente) und Wolfgang Nierhoff (zweiter Bürgermeister von Pegnitz).

Anschrift: Kinder von Nepal c/o Thomas Knauber, Karl-Bröger-Str. 7, 91257 Pegnitz. Telefon (09241) 30 55. thomas.knauber@t-online.de

Unser Spendenkonto ist:

 

Karte Angpang
Im Norden (rechts oben) führt der Wanderweg ins Everest-Gebiet. Kathmandu liegt weit entfernt links, 280 km westlich. Dies sind die fünf Dörfer, die wir unterstützen.

 

Drei Dinge sind wichtig:

Die Kinder in den Schulen. Ihre Gesichter in der Klasse anzuschauen, bringt so zum Nachdenken. Weil es so kluge, gute Kinder sind.

Dann die Eltern. Zum Beispiel der alte Vater, schmal, braungebrannt, barfuß, gekrümmter Rücken. Er ist geprägt vom blauen Himmel dieser Berge. Und seine Frau von der Sonne und den Pflanzen. Und die nächste Frau vom Wachsen, das die Erde ermöglicht.
Wir hingegen sind geprägt von Supermarktpreisen und Fernsehen.

Und der alte Bauer am Rand des Reisfelds. Er steht still  und sieht auf die grünenden Terrassen.  Vielleicht müssen  wir Westler nicht dauernd denken, wie wir diesen „armen Leuten“ das Leben verbessern. Vielleicht müssen wir von ihnen lernen, wie wir unser Leben verbessern. Damit wir zurückkommen zur Erde, zum Schauen, zum Menschsein. Damit wir nicht Teil der Technik werden, zum Roboter.

In Angpang:

„Einmal kamen Frauen mit Körben voller Holz heim. Sie kippten es auf den Holzhaufen, und eine ältere Frau sah ohne Lächeln zu mir her, was selten ist. Meist lächelt jeder.

Von ihr träumte ich dann. Sie war in dem Traum eine Staatsgewalt, die sagte, ich zerstöre als moderner Mensch ihre Welt. Ich soll gehen. Aber gleich stark waren unter ihr die Enkelinnen Renuka und Janaki, die mir ihre ganze Liebe gaben, weil  unser Verein ihnen die Schule gibt und das Wachsen ermöglicht.

Ich beruhigte die alte Frau, indem ich sagte, dass auch meine Welt in Deutschland ähnlich zerstört wird, von Geldgier, Naturmissachtung, Firmenkälte, Beton und Überkontrolle.

Es besänftigte sie.“

Blüten im Tal des Sunkhosi-Fluss
Blüten im Tal des Sunkhosi-Fluss

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