Hervorgehoben

Willkommen

„Kinder von Nepal“ hilft in sechs kleinen Dörfern unterhalb vom Mount Everest. Der kleine Verein entstand, weil einmal zwei Pegnitzer unbedingt in den Himalaya wollten. Ihr Trekkingführer dort, Kul Dhoj, erzählte ihnen von seinem Heimatdorf Angpang, das weit vom Schuss liegt, ohne jeden Touristen. Dort baute er auf eigene Faust eine kleine Grundschule, konnte aber die Lehrer nicht mehr bezahlen. Die zwei Wanderer Thomas Knauber und Wolfgang Nierhoff gaben deshalb einen Kalender heraus, dessen Erlös einen Schulneubau mitbezahlte. Spenden und Bußgelder kamen dazu, so dass heute viele Lehrer auch in den umliegenden Dörfern finanziert werden können. Darüberhinaus unterstützt „Kinder von Nepal“ rund 50 arme und Waisenkinder, ermöglicht den 18 Müttergruppen der Dörfer kleine Projekte für mehr Selbstständigkeit, und sorgt für  Behinderte. „Kinder von Nepal“ brachte auch die dorfeigene neue Genossenschaftsbank auf einen guten Kurs und bezahlte armen Familien elf Büffelkühe. Deren Kälber werden an andere Familien weitergegeben. Wir verkaufen auch Schals auf Weihnachtsmärkten, welche die Frauen von Angpang gewebt haben.

Schwerpunkte unseres Vereins:

Unterstützung für das kleine Dorf Angpang mit den Nachbarschulen in Ghunsa, Maidane, Mude, Bagam und Patale, außerdem für einige bedürftige Schüler in Kathmandu und Pokhara

— Schulbauten renovieren und Neubauten unterstützen
— Bezahlung von Lehrer-innen
— Übernahme von Patenschaften für bedürftige Kinder, Schüler und Studenten
— Förderung von Frauengruppen

Ziele unseres Vereins:

— Förderung von Patenschaften, möglichst längerfristig
— Aufbau guter Verbindungen zu den Förderkindern durch Briefe und Mails
— Aufbau guter Kontakte zu den Dorfbewohnern und Schulen
— Einrichtung von Internet und WLAN für die Kommunikation
— Unterstützung im technischen Bereich mit Laptops und Computern
— Aufbau von Kontakten speziell zu den Englischlehrern, um die Verbindung zu uns zu erleichtern
— Suche nach weiteren Helfern (gegen eine kleine Entlohnung) als Ansprechpartner in den Schulen und Dörfern
— Überprüfung der Unterstützungen vor Ort
— Herausgabe eines Jahreskalenders
— Verkauf von Kunsthandwerk aus Nepal hier, um unsere Hilfe zu finanzieren
— Infos in Schulen und auf Weihnachtsmärkten
— Mitgliederwerbung und regelmäßige Mails/Zoomtreffen zur aktuellen Situation

 

Angpang mit seiner neuen Schule

Angpang liegt im Distrikt Solu-Khumbu, nicht weit von dessen Hauptstadt Salleri. Von hier kann man in vier Tagen nach Lukla und Namche Bazar aufsteigen, dem Startpunkt für die Everest-Wanderungen.

„Kinder von Nepal“ unterstützt inzwischen Kinder und Schulen in den Dördern Anpang, Meranding, Mude, Maidane, Patale und Begum. Dazu kommen zwei Gesundheitsstationen in Angpang und Patale.

Wie jedes Jahr können Sie mit dem Kauf unseren Kalenders unseren Verein unterstützen und sich und Freunde und Familie mit unserem Kalender beschenken. Informationen finden Sie HIER.

„Kinder von Nepal“ hat 40 Mitglieder. Vorsitzende sind Thomas Knauber, früher 30 Jahre lang Redakteur, und Wolfgang Nierhoff, Bürgermeister von Pegnitz.

Wenn Sie spenden möchten: Kinder von Nepal, DE20 7735 0110 0038 0660 07 bei der Sparkasse Bayreuth. Jeder Cent kommt ohne Abzug an.

Wenn Sie Informationen brauchen: Thomas Knauber, Karl-Bröger-Str. 7, 91257 Pegnitz, Telefon 09241 / 30 55. thomas.knaubert-online.de.

Blick aufs Jahr 2020

Der neue Trakt der Schule von Angpang, ganz in Gelb – die Nepalesen lieben bunte Häuser. Foto: privat

Januar

Kul schreibt, dass es so viel regnet wie im Sommer im Monsun. Es ist sehr schlechtes Wetter, aber ohne Schneefall. Er ist im Stress wegen einer aufwendigen Hochzeitszeremonie.

Er will unsere Finanzbelastung senken und denkt an Maidane: Dort sollten wir bei der Schule sparen.

Philipp von Vultejus schickte viel Geld aus Hamburg, das bei einer Geburtstagsfeier seiner Eltern zusammenkam. Ein Teil davon soll vier Studenten fördern, die auf Colleges sind. Ein Teil soll in neue Computer fließen. Weiterlesen „Blick aufs Jahr 2020“

Eine Hamburgerin erlebt Angpang

Mai 2019, Nepal, Anpang (2500 m hoch gelegen) von Marina Sandmeier

Namaste!

Mein Augenarzt Dr. Kaupke hat hier in Hamburg eine Stiftung gegründet (H.I.T. Stiftung gGmbH) und bildet fachfremde Reisende aus, die bereit sind, in Schwellenländern mit Schulkindern Sehtests zu machen. Die Stiftung bezahlt und schickt Brillen dorthin, wo Schulkinder sie brauchen. Er selbst opfert auch seinen Urlaub für diese Tests. An einer dieser Ausbildungen nahm ich teil und beschloss, die Schüler an “unserer” Schule in Angpang zu testen. Einen Koffer mit einem teuren und hochkomplizierten Augenscanner zum Screening und stapelweise Testunterlagen bekomme ich mit und muss mich bei meinem eigenen Gepäck dann sehr beschränken.

Ankunft in Kathmandu: heiß und furchtbar staubig ist es hier; grausam chaotischer, permanent hupender Autoverkehr, überall liegt Müll herum und wilde Hunde und Kühe wühlen darin herum. Eine Müllabfuhr gibt es  immer noch nicht. Auch eine tote Kuh sehe ich am Straßenrand liegen. Kathmandu ist jetzt vor dem Monsun noch staubiger als es bei meinen vorherigen Aufenthalten vor sechs bzw. vor dreizehn Jahren hier im Oktober war. […]

Angpang und Corona

Kul Dhoj blickt auf die von ihm gegründete Schule.

 

In Angpang unterhalb vom Mount Everest begann die Hilfe von „Kinder von Nepal“. Auch dieses Dorf auf 2450 m Höhe erlebte mit, wie das Virus das Leben verändert. Der  „Bürgermeister“ Kul Dhoj – er ist der Motor der Entwicklung; einen eigentlichen Bürgermeister gibt es nicht – blickt zurück auf das Jahr:

„Unter den jungen Leuten waren all jene außerhalb, die Zimmerleute oder Maurer sind. Aber unglücklicherweise verloren sie durch das Virus ihre Arbeit und mussten heimkehren. Auch jene jungen Leute, die in Norwegen arbeiten, verloren ihre Anstellung.

Bei jedem lief  das Leben jetzt sehr langsam. Denn der Lockdown löste einen großen Druck aus. Es war sehr schwer, all das zu bekommen, was in einem Haushalt nötig ist oder was man täglich braucht. Jeder hatte so viel Angst vor dem Virus. Jeder war am Anfang so besorgt. Aber immer noch sind wir hier sehr sicher. Doch es fehlen die Jobs. Keiner hat ein Einkommen. Ein Vorteil war immerhin, dass es die Familien wieder genießen konnten, zusammen zu kommen. Normalerweise arbeiten ja alle Jugendlichen weit weg.

Viele junge Leute kamen zurück von Gurkha, von Namche Bazar und Pokhara, als sie ihre Arbeit verloren. Und ihre Gemeinden zwangen sie für zwei Wochen in Quarantäne. Genauso erging es jenen, die von Kathmandu herkamen.

Dann litten viele plötzlich unter einer Erkältung oder einem Fieber, das es früher einmal im Dorf gegeben hatte. Sie hatten sehr hohe Temperatur und schliefen einen Monat lang. Einige starben daran. Sie dachten, sie hätten Corona. Erst langsam kamen alle wieder zu Zeremonien zusammen. Ab der zweiten Novemberwoche bis zum Beginn des Dezember gab es sogar drei Hochzeiten.

Das Virus verursachte Leid für jeden rund ums Dorf. Arme Familien hingen vom Verdienst ihrer Jungen ab oder vom Lohn des Ehemannes. Und die Anpflanzungen waren nicht bereit für die Ernte. Sogar reiche Familien hatten seit dem Lockdown Probleme. Sie konnten sich keine Vorräte holen. Die Regierung verbot es, selbst zu laufen oder zu fahren.  Wenn jemand krank wurde, brauchte er von der Distriktverwaltung eine Genehmigung oder eine Gesundheitsanalyse oder einen Brief vom Hospital.

Nach drei Monaten des Lockdown kam der Nahrungsmangel. Ich informierte „Kinder von Nepal“ und bildete mit meinen Freunden, die ein gutes Einkommen haben, eine Cooperation. KvN schickte 4000 Euro und wir brachten etwa 10 000 zusammen.

Ich fragte die Verwaltung im Distriktzentrum Salleri, als all das Geld beisammen war, ob ich eine Erlaubnis zum Verteilen bekomme. Danach bat ich die Reishändler, für Angpang große Mengen bereit zu stellen. 985 Säcke a 30 kg wurden verteilt, an alle Familien im Dorf-Verbund, nicht nur in meiner Gemeinde. Diese Spende löste für zwei Wochen die Probleme. Danach konnte jeder selbst Weizen und Himalya-Hirse und Kartoffeln ernten. So war diese kleine Reisspende sehr wertvoll.

Die Folgen des Virus waren nicht nur schlimm für die Zimmerleute und Maurer, weil sie ihre Arbeit verloren, sondern auch für jene Familien, deren Väter vom Trekking abhängen oder die in Kathmandu leben. Der Lockdown begann ja in der Hauptwandersaison im Frühling. Alle Bergführer mussten jetzt in ihre Dörfer und standen da: Sie waren nicht mehr gewöhnt, als Bauern zu arbeiten. So saßen sie in der Falle. Ihre Eltern oder Verwandten halfen ihnen sehr, zu überleben. Inzwischen begannen sie auch mit der Landwirtschaft.“

 

Kul Dhoj schließt einen Blick auf das Geschehen im Dorf an. „In Angpang gibt es 84 Familien. Fünf von ihnen hatten Geburten: Es waren vier Mädchen und ein Junge.

Ende 2020 erlitt ein Mann einen plötzlichen Tod, nur 53 Jahre alt. Ihm ging es den ganzen Tag lang gut, aber am Abend musste er sich übergeben.  Seine Söhne und die Nachbarn brachten ihn sofort zum Krankenhaus, aber es war zu spät. Am Tor zum Krankenhaus verschied er. Im Lockdown ist es sehr schwer, Medikamente zu bekommen und zu einem Krankenhaus zu gehen.

Das Jahr war nicht schlecht, wenn man die Entwicklung der Gemeinde betrachtet. Aber ein Projekt wurde von einem Erdrutsch vernichtet: Die Jungs wollten ein Volleyballfeld haben und eine Gemeindehalle für Hochzeiten und für Todeszeremonien. Aber die Mauern waren so schwer und der Boden nicht stark genug. Und wir hatten viel Regen. So kam es zu dem Erdrutsch.

Auch ebneten wir einen Feldweg durch das Dorf und einen, der zur Schule führt. Das ist besonders gut für Kranke, die zum Hospital  müssen. Und man bekommt schnell vom Markt alles Nötige für seinen Haushalt.

Wir bekamen auch einen Tempel für eine Göttin – keinen reinen Naturplatz-Tempel, sondern ein Paar von Felsen steht unter einem großen Holzgerüst. Der Tempel wurde letztes Jahr gebaut, aber ohne Tor. Deshalb gab jetzt eine Familie das Geld dafür, für das notwendige Material, und es wurde alles fertig, bevor das große Tempelfest kam. Insgesamt war es gut, um die jungen Leute anzustellen. Das verhalf ihnen wirklich zu einem kleinen Einkommen.

Es gab zwei überraschende Unfälle – zwei Zimmerleute wurden dabei verletzt. Einer passierte bei einem Hausbau, und einer beim Bau des neuen Schultrakts. Der erste stürzte ab und brach sich ein Bein. Der zweite rutschte von einer Leiter. Er brach seinen Arm.  Beide mussten nach Kathmandu zur Behandlung.

Abgesehen davon bekam ein Junge Krebs und musste nach Kathmandu. Er blieb zwei Monate da, aber er erholte sich nicht. Er kam zurück. Der Doktor riet, dass er jedes Essen bekommen sollte, das er sich wünscht. Im Dezember fuhr er wieder nach Kathmandu und bekam andere Medikamente. Jetzt hörte der Schmerz in der Wunde auf und wir hoffen, er wird wieder gesund.“

Kalender 2021

Jedes Jahr geben wir einen großformatigen Kalender heraus (42 x 34 cm), der eine wahre Fangemeinde hat – wegen der guten Bergbilder und der guten Texte, die jeden Monat begleiten. Sie stammen von Reisenden und Bergsteigern im Himalaya, von Lehrerinnen, die in Bhutan lebten, oder von berühmten Pionieren Nepals. Der Kalender kostet 9,50 Euro. Wir schicken ihn gern zu, haben aber auch Verkaufsstellen in unserer Gegend: in Nürnberg bei Trachten-Hülf (Wölkernstr. 41), Namaste (Johannisstr. 25), LoLa (Nonnengasse 18), Globetrotter (Josephsplatz 8) und in Erlangen bei Optik-Sommerfeld (Friedrichstr. 2). In Bayreuth in der Stadtbücherei und in Pegnitz bei den drei Buchhandlungen Löhr, Schorner und Faust. In Hersbruck und Forchheim bei der Zeitung (HZ/NN).

Bestellen per E-mail unter Impressum.

 

Corona-Hilfe in Nepal II

Unsere Corona-Hilfe in Nepal II


Saurav sortiert die Lebensmittel für das Weitergeben. Sunita wuchs in Pokhara in schweren Verhältnissen auf, sah aber immer Kinder in den Straßen, die noch ärmer waren als sie. Ihnen zu helfen, wenn sie einmal groß ist, das war  ihr Wunsch. Jetzt erfüllt sich etwas davon.

Sunita schreibt dazu Ende Mai: „Vor mehr als zwei Monaten begann in Nepal die Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie. Die Tempeltüren sind immer noch zu, in den Flughäfen herrscht geisterhafte Stille, die Straßen sind leer und die Geschäfte geschlossen. Die Leute stecken immer noch in ihren Häusern fest. Das ist die neue Normalität. Während sich die Weißer-Kragen-Menschen irgendwie erhalten können, sind die Blauer-Kragen-Menschen von dieser Pandemie am Härtesten betroffen. Die Blauer-Kragen-Menschen sind die Tagelöhner, die ihr Geld verdienen und am gleichen Tag wieder ausgeben. Weiterlesen „Corona-Hilfe in Nepal II“

Corona-Hilfe in Nepal I

Unsere Corona-Hilfe in Nepal I

Sunita Silval und Saurav Karna leben in Pegnitz, nach ihrem Studium der Elektronik in Thüringen. Sie arbeiten als Ingenieure in Auerbach und Nürnberg. Ende Februar flogen sie nachhause, um in Nepal zu heiraten. Durch die Virusepidemie gelang es ihnen aber nicht mehr, zurück zu kommen. Nach dem ersten Teil der Hochzeit in Pokhara fuhren sie zu Sauravs Eltern nach Lumbini an der indischen Grenze. Dort sind sie jetzt in der Ausgangsperre. Diese Sperre trifft Arme und Alleinerziehende hart, weil sie nicht mehr heraus dürfen zum Arbeiten. Sie hungern. Sunita entwickelte deshalb  mit Sauravs Familie eine Lebensmittel-Hilfe. Bisher gingen 100 Pakete mit je 15 Kilogramm Reis, Linsen, Mehl, Salz, Sojabohnen und Öl an diese Menschen.

Diese Tragetaschen packte die ganze Familie für die Bedürftigen. Es waren auch zehn Studenten darunter, die wegen der geschlossenen Banken kein Geld mehr von zuhause bekommen können.

Sunita: „Ich hab nicht gewusst, dass 15 Euro so eine große Chance für andere Menschen ausmachen. Es macht den Hunger weg für 5 Tage für eine Familie. Ich danke Gott, dass er mir so ein gutes Leben gegeben hat.“

Wenn Sie für diese Aktion spenden möchten: „Kinder von Nepal“,
DE20 7735 0110 0038 0660 07 bei der Sparkasse Bayreuth, Stichwort: Soforthilfe.

Sunita und Saurav bei ihrer Hochzeit

Ein Abiturient in Angpang

Momentaufnahmen aus Angpang: Wie ein kleines nepalesisches Dorf mein Leben verändert hat
(von Philipp von Vultejus aus Hamburg)

Ein Bericht, unterteilt in kurze – aber für mich sehr besondere – Momente während meines zweimonatigen Aufenthalts in Angpang.

Dank meines täglichen Tagebuch-Schreibens kann ich viele Dinge festhalten. Jeder Tag ist voll von kleinen, aber sehr intensiven Momenten. An jedem Tag darf ich dazulernen. Jeder Tag ist auch voll von sehr lustigen Momenten.

Der Bericht von Marina, die auch schon hier unterrichtete,  hat das Leben in Angpang sehr genau und gut beschrieben. So war es also  zu erwarten – aber es fühlt sich extremer an, als ich dachte. Es ist einfach alles anders und neu. Mit einer großen Portion Neugier und Offenheit erlebe ich diese kleinen Momente mit viel Freude. Ob neue Wörter in Nepali, etwas über das nepalesische Schulsystem, das Kochen mit offenem Feuer und die Arbeit auf dem Feld,  Wäschewaschen, ein Leben ohne Kühlschrank, ein Plumpsklo und das tägliche Lehrer-Spielen – das sind alles Kleinigkeiten, und doch Dinge, über die man im Alltag im industrialisierten Deutschland nie nachdenkt.

Ein Kratzen und dann ein lautes „Kikeriki“ machen das Aufwachen von Anfang an sehr besonders: Die Hühner. Für mich als gerade Abiturient ist die ansonsten morgendliche Ruhe etwas Neues. Die Schule beginnt erst um 10 Uhr und durch das frühe Schlafengehen am Abend geht der Tag morgens auch schon zwischen 5.00 und 6.00 Uhr los. Weiterlesen „Ein Abiturient in Angpang“

Reisebericht 2019

Nepal 2019

1. Diesmal kommt erst am letzten Tag vor dem Abflug die Freude auf Nepal auf. Davor nicht, wahrscheinlich wegen meiner Erkrankung im vorigen Jahr. Sie muss so gravierend gewesen sein, dass ich innerlich alles von Nepal weggeschoben hatte. Das kommt mir bei der Ankunft, in den ersten Tagen: Ich sehe alles wie neu, als ob ich nie dagewesen wäre. Langsam erhebt sich Nepal wieder.

Auch der Flug ist wie neu, als ob es mein erster wäre. Ich bestaune in Arabien, bei der Zwischenlandung in Doha, die teure moderne Architektur, utopisch. Weiterlesen „Reisebericht 2019“

Reisebericht 2017

Thomas Knauber besucht jedes Jahr die Dörfer, wo „Kinder von Nepal“ hilft. Sehr aufschlussreich ist sein Bericht aus dem Jahr 2017:

 

Nach einer kurzen Zeit in Kathmandu fuhren Kul – der Quasi-Bürgermeister von Angpang – und ich nach Angpang, blieben aber nicht, weil Kul eine Wanderung zum Everest-Basecamp ausgedacht hatte. Er zwickte sie so in seinen Terminplan, dass er schnell noch kandidieren konnte für die Wahl ins erste Bezirksparlament Nepals. „Ich werde zu 98 Prozent gewählt“, sagte er. „Brauch gar nicht anwesend zu sein oder Wahlkampf zu machen. Jeder weiß, was ich für unser Dorf tue.“
Die Wahl wurde dann  glücklicherweise für seinen Distrikt Solu-Khumbu um vier Wochen verschoben, auf Mitte Juni. So konnten wir bei der Rückkehr nach Angpang entspannt noch einmal aufbrechen zu Schulen, die in der Nähe Hilfe brauchen: in Maidane (bekannt durch die Aufbauarbeit des Hamburger Vereins „Kinder von Okhaldhunga“), in Patle (auf einer windumwehten Bergspitze), in Merending (im Wald gegenüber von Angpang, auf einem Hügel)  und in Bagam (gesprochen Bakum). Es liegt neben Kerung, einer größeren Siedlung bei Angpang. Kul: „Crazy Kerung.“ Weil die Leute dort jüngst ein Projekt, das ihnen nützen konnte, ablehnten. Weiterlesen „Reisebericht 2017“